Alleingeborener Zwilling: 3 Entscheidungen, die Dein Leben größer machen können

Identität · Fülle · Entscheidungen

Das Video zum Blogbeitrag

Du hast schon so viel an Dir gearbeitet – und trotzdem bremst Dich etwas aus, sobald sich Dein Leben wirklich verändern könnte. In diesem Video spreche ich über drei Entscheidungen, die Dein Leben grundlegend verändern können. Nicht, weil Du noch mehr leisten musst, sondern weil Du aufhören darfst, Dein Leben nur nach dem Vertrauten auszurichten.

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Ein vertrautes Leben ist nicht automatisch ein erfülltes Leben.

Du kennst dieses Gefühl, dass in Deinem Leben eigentlich noch viel mehr möglich sein müsste. Du hast schon so viel an Dir gearbeitet. Du hast Dich mit Deiner Vergangenheit beschäftigt, Zusammenhänge erkannt, alte Verletzungen angeschaut – und trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen Du Dich selbst ausbremst, in denen Du Dich zurückhältst.

Du möchtest vielleicht beruflich den nächsten Schritt gehen, aber irgendwas bremst. Du möchtest mehr Geld einnehmen, ein freieres Leben führen, größere Entscheidungen treffen. Du möchtest Dich nicht mehr ständig nach anderen Menschen ausrichten. Und gleichzeitig spürst Du diese merkwürdige Unsicherheit, sobald sich Dein Leben tatsächlich verändern könnte.

Gerade bei Menschen, die Alleingeborene Zwillinge sind, begegnet mir dieser innere Konflikt in meiner Arbeit immer wieder. Ich beschäftige mich seit über 20 Jahren mit dem Thema – vor allen Dingen damit, welche Prägungen, welche Verhaltensmuster, aber auch welche Wachstumsmuster und besonderen Möglichkeiten Alleingeborene Zwillinge haben. Deshalb möchte ich mit Dir über drei Entscheidungen sprechen, die Dein Leben größer machen können.

Nicht mehr um den Verlust herum leben

Ich höre auf, mein Leben um den Verlust herum zu organisieren.

Größer werden als die alte Identität

Ich erlaube mir, größer zu werden als meine bisherige Identität.

Fülle statt Sicherheit

Ich entscheide mich für Fülle, statt mein Leben an Sicherheit auszurichten.

Erste Entscheidung: Dein Leben nicht länger um den Verlust herum organisieren

Ein Verlust kann unser Leben noch lange beeinflussen, nachdem das eigentliche Ereignis vorbei ist. Wir kennen das aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen: Nach einer schmerzvollen Trennung vermeiden Menschen manchmal neue Beziehungen. Nach einem finanziellen Verlust scheuen sie neue Investitionen. Nach einer Enttäuschung wagen sie es nicht, jemandem wirklich zu vertrauen.

Unser Unterbewusstsein will uns natürlich vor schmerzvollen Erfahrungen schützen. Aber das gleiche Prinzip hält uns unten, bremst uns aus und signalisiert: Mach bloß nichts Neues, denn Veränderung bedeutet, dass etwas Negatives kommen könnte – die Wiederholung des Verlustes. Die erste Veränderung, die wir als Alleingeborene Zwillinge erlebt haben, war, dass der Zwilling gestorben ist. Daraus ist ein Trauma entstanden, und solange Du es nicht integriert hast, legt Dir Dein Unterbewusstsein dieses Verlustthema immer wieder auf dem Silbertablett vor.

Das zeigt sich zum Beispiel bei einer Frau, die sich eine erfüllte Partnerschaft wünscht und trotzdem an Beziehungen festhält, die gar nicht mehr gut sind – weil sie das Risiko eines Verlustes nicht eingehen möchte. Oder bei Frauen, die mir sagen: Ich schiebe Business-Entscheidungen ganz lange vor mir her, weil ich Angst habe, dass mir das den Boden unter den Füßen wegzieht.

Und ganz ehrlich: Wie viele Deiner Entscheidungen dienen tatsächlich Deinem heutigen Leben, und wie viele dienen vor allen Dingen dazu, etwas Unangenehmes zu vermeiden? Ich erlebe ganz häufig, dass Frauen enorm viel Verantwortung für andere übernehmen – damit es allen gut geht und sie ja keinen Verlust erleben. Die erste Entscheidung heißt deshalb auch: Ich bin bereit, mein eigenes Leben zum Mittelpunkt meiner Entscheidungen zu machen.

Das bedeutet nicht, dass Du egoistisch bist. Es bedeutet, dass Du Verantwortung für Dein eigenes Leben übernimmst, statt Dich ausschließlich über die Bedürfnisse anderer zu definieren. Du musst Dein Leben nicht klein halten, um mit Menschen verbunden zu sein. Du musst zum Beispiel nicht mehr mit der Schulkollegin von vor 40 Jahren Kaffee trinken gehen, wenn Dir das Gespräch nichts gibt. Wenn Du solche Treffen beendest, wird ein Platz frei für eine neue Begegnung – vielleicht für eine neue Freundin.

Zweite Entscheidung: Größer werden als Deine bisherige Identität

Viele Menschen beschäftigen sich jahrelang damit, was ihnen passiert ist. Sie verstehen ihre Muster und ihre Verletzungen und können genau erklären, weshalb sie in bestimmten Situationen so reagieren. Dieses Bewusstsein ist wertvoll. Und trotzdem gibt es noch eine ganz andere Frage: Wer möchtest Du eigentlich sein, wenn Deine Vergangenheit nicht mehr die wichtigste Erklärung für Deine Gegenwart ist?

Ich denke gerade an eine wundervolle Kundin mit einem kleinen Unternehmen und fünf Angestellten. Über viele Jahre war sie diejenige, die alles zusammenhält: Kinder, Mitarbeiter, Unternehmen, Haushalt, Partner – total zuverlässig, hilfsbereit, leistungsfähig. Irgendwann hat sie erkannt, dass diese Rolle gar nicht mehr zu ihr passt und nicht der Größe ihrer Seele entspricht. Sie möchte viel mehr selbst gestalten, mehr Freude haben, finanziell erfolgreich sein, reisen, Neues entdecken. Und sie bremst sich immer wieder aus, weil die Unsicherheit auftaucht: Wie schaffe ich das mit einer Identität, die wackelig ist?

Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Viele denken beim Thema Alleingeborener Zwilling nur an Beziehung und Verlust, aber fast wichtiger ist das Thema Identität. Wenn die Wurzel nicht stimmt, kannst Du eine Pflanze gießen und düngen, so viel Du willst – sie wird keine Kraft entfalten, keine Blätter, keine Blüten, keine Früchte. Genauso ist es bei uns Menschen.

Wenn Deine Identität im Mutterleib wackelig geworden ist, weil Du mit Deinem Zwilling zusammen warst und viel von seiner Energie auch in Dir ist, dann darfst Du erst einmal schauen: Wer bin ich denn überhaupt? Erst wenn Du mit Dir verbunden bist, kannst Du Dich mit Deiner Seele verbinden – und dann hast Du eine eigene Identität. Diese Identität kannst Du erweitern, hin zu Freiheit, zu Opulenz, zu Vermögen, zu wunderschönen Verbindungen mit anderen Menschen.

Es geht nicht mehr darum, die Frau zu sein, die alles bewältigt, sondern es geht darum, Dein Leben aktiv zu gestalten – aus Deinem Kern heraus. Dann bist Du nicht mehr das Opfer Deiner Geschichte, und Deine Zukunft ist keine Wiederholung Deiner Vergangenheit mehr.

Dritte Entscheidung: Fülle statt Sicherheit

Diese Entscheidung ist für mich persönlich eine der wichtigsten, denn sie berührt die Frage: Wie viel Leben erlaubst Du Dir? Wie viel Freude, wie viel Erfolg, wie viel Wohlstand, wie viel Freiheit?

Ich begegne immer wieder Frauen mit großartigen Fähigkeiten. Sie sind intelligent, kreativ, sehr empathisch, haben unglaublich viel Erfahrung und große Visionen. Und trotzdem bleiben sie unter ihren Möglichkeiten. Nicht, weil ihnen Wissen fehlt, sondern weil Wachstum immer auch Veränderung bedeutet. Ein größeres Business verändert Deinen Alltag. Mehr Geld verändert Deine Möglichkeiten. Finanzielle Unabhängigkeit verändert auch Deine Beziehungen.

Deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen, was Sicherheit für Dich eigentlich bedeutet. Ist Sicherheit für Dich, dass alles so bleibt, wie es ist? Dass Du möglichst wenig riskierst, dass niemand von Dir enttäuscht ist, dass Du immer noch alles für alle schön machst, damit sie bei Dir bleiben – weil Du die Idee hast, nur so bist Du wertvoll für andere Menschen?

Ich möchte mein Leben nicht darauf ausrichten, möglichst wenig zu verlieren oder immer wieder auf das Fehlende zu schauen. Ich möchte es darauf ausrichten, möglichst viel davon bewusst selbst zu gestalten. Damit meine ich keine leichtfertigen Risiken – auch ein Business braucht wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen. Aber das ist etwas anderes, als aus Angst vor Veränderung immer wieder auf die eigenen Möglichkeiten zu verzichten.

Daraus ist übrigens meine Philosophie der Opulenz entstanden. Opulenz bedeutet für mich nicht maßlosen Überfluss und auch nicht, ständig irgendwas zu kaufen. Es bedeutet, aus einer inneren Fülle heraus zu leben, in Verbindung mit Deiner Seele, damit Deine Seele in die Wirksamkeit in der Welt gehen kann. Wohlstand ist dabei nicht das Gegenteil von Spiritualität, sondern kann Ausdruck einer selbstbestimmten Lebensgestaltung sein – und vor allen Dingen Ausdruck Deiner Verbindung mit Deiner Seele.

Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft: Wie die drei Entscheidungen zusammengehören

Erkennst Du, wie diese drei Entscheidungen zusammengehören? Bei der ersten beschäftigst Du Dich mit dem Einfluss der Vergangenheit. Bei der zweiten bist Du in Deiner heutigen Identität, also im Jetzt. Und bei der dritten bist Du in Deiner Zukunft. Alle drei gehören zu Deinem Leben. Aber Du musst aus Deiner Vergangenheit heraus nicht dauerhaft die Wiederholung der Wiederholung leben. Du darfst die Muster erkennen und die Vergangenheit integrieren, damit Du eine andere Zukunft hast.

Es geht nicht nur darum, ein bisschen weniger Verlustangst zu haben oder weniger unter alten Mustern zu leiden, sondern es geht darum, dass Du mit Deiner eigenen Identität viel mehr Freude, Kreativität und Lebendigkeit erleben kannst – ein Leben, das zu Dir passt.

Du musst nicht auf Erlaubnis warten

Viele Menschen warten unbewusst auf den einen Moment, in dem alle Zweifel verschwunden sind. So funktioniert Leben aber nicht – Vertrauen entsteht auch dadurch, dass wir neue Erfahrungen machen. Frag Dich deshalb einmal: Wenn Du Dein Leben nicht länger danach ausrichten würdest, was Du verlieren könntest – was würdest Du als Nächstes erschaffen wollen? Eine neue Art von Beziehung, ein erfolgreicheres Business, mehr Zeit für Dich, ein Leben an einem ganz anderen Ort? Es geht nicht darum, morgen alles über den Haufen zu werfen, sondern diese Möglichkeiten überhaupt einmal an Dich heranzulassen.

Zum Abschluss möchte ich Dir noch etwas mitgeben: Du musst nicht erst jemand anders werden, um ein größeres, schöneres, wohlhabenderes Leben führen zu dürfen. Aber Du darfst Dich entscheiden, anders zu leben.

Die 3 Faktoren des Verlusttraumas

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